Ihr Anwalt für Pferderecht informiert zum Thema: Wann ist eine genetische Veranlagung (hier PSSM Typ 1) ein Sachmangel ?

 Das OLG Düsseldorf entschied dazu am 22.05.2014, dass die bloße Möglichkeit, dass irgendwann in der Zukunft durch die genetisch bedingte PSSM-Erkrankung möglicherweise die Reiteigenschaft des Pferdes gemindert würde oder gänzlich verloren ginge, nicht genüge, um einen Mangel des Pferdes bei Gefahrübergang bejahen zu können. Der Verkäufer eines Tieres hafte nämlich nicht für den Fortbestand des bei Gefahrübergang gegebenen und zugesicherten Gesundheitszustandes.

Das Gericht führte in seinem Urteil weiter aus, dass die vertragliche Vereinbarung im vorliegendem Fall hinsichtlich des Gesundheitszustandes der Stute  konkret Bezug auf die Inhalte der bei Vertragsschluss durchgeführten tierärztlichen Ankaufuntersuchung nehme. In der Vertragsklausel hieße es, dass die getroffenen tierärztlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand des Pferdes dessen gesundheitliche Beschaffenheit bestimmen,  dies naturgemäß nur für gesundheitsrelevante Aspekte gelten, die Gegenstand der Ankaufuntersuchungen seien. Dagegen könnten Umstände, die von den Ankaufuntersuchungen gar nicht erfasst würden, regelmäßig auch nicht Gegenstand der den Gesundheitszustand des Pferdes betreffenden Beschaffenheitsvereinbarung sein. Grundsätzlich beeinträchtige eine nur geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein klinisch unauffälliges Pferd künftig klinische Symptome entwickelt, dessen Eignung nicht.

Weitere Info zu PSSM 1:

https://www.centerforanimalgenetics.com/de/leistungen/gentests-fur-pferde/erbkrankheiten-beim-pferd/polysaccharid-speicher-myopathie-pssm1/

Bildquelle: Pixabay

 

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