Herzlich Willkommen bei der EUDequi

Die Fachvereinigung für Pferderecht EUDequi hat sich zur Aufgabe gemacht, das Spezialgebiet Pferderecht zu fördern und weiter zu entwickeln.
Hierfür wurde vorrangig die Pferderechtsdatenbank und die Zertifizierung für Pferderechtsanwälte entwickelt, die interdisziplinäre Brücke zu den Bereichen Pferdemedizin und hippologisch gutachterliche Tätigkeit geschlagen sowie die wohl umfassendste Datenbank für die Suche nach Pferderechtsanwälten, Pferdetierärzten und hippologischen Gutachtern / Sachverständigen online gestellt.

Über uns

Die EUDequi wurde Anfang 2015 als EWIV (Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung) von Dipl. Wirtschaftsjurist Jost Appel, Dr. agr. Theo Schneider und Dr. med. vet. Frans Arts (NL) gegründet. Als erste und einzige in Deutschland eingetragene Fachvereinigung für Pferderecht hat sich die EUDequi zur Aufgabe gemacht, den Fachschwerpunkt Pferderecht in Deutschland zu fördern und interdisziplinär mit den Bereichen Pferdemedizin und hippologisch gutachterlicher Tätigkeit zu verbinden und weiter zu entwickeln.

Vollmitglieder, wie auch assoziierte Mitglieder, verfügen auf Grund ihres Tätigkeits- oder Interessenschwerpunktes über ein spezielles Wissen und bieten damit ein umfassendes hippologisches Leistungsspektrum rund um das Thema Pferderecht.

Die EUDequi bietet selbst keine Rechtsberatung an und wird nicht rechtsberatend und rechtvertretend für Mandanten tätig.

Die Vereinigung hat nicht den Zweck, Gewinne für sich selbst zu erwirtschaften, sondern ausschließlich die wirtschaftliche Tätigkeit aller Mitglieder zu fördern.

Pferderechtsdatenbank

Auch wenn im geltenden deutschen Recht in erster Linie generelle Normen, also Gesetze und Verordnungen, als Rechtsquelle heranzuziehen sind, wird im Pferderecht heute zu einem wesentlichen Teil auf die von der Rechtsprechung entwickelten Fallrechtsgrundsätze zurückgegriffen bzw. verwiesen. Ein schneller Zugriff auf die „passende“ Rechtsprechung unterstützt hier die zeitnahe Rechtsberatung als auch die argumentativ starke und erfolgreiche Vertretung vor Gericht.

Die Pferderechtsdatenbank der EUDequi ist eine auf das Pferderecht spezialisierte Datenbank mit zurzeit über 6.000 Urteilszuweisungen. Aktuelle Urteile sowie von Mitgliedern zur Verfügung gestellte Entscheidungen werden fortwährend eingepflegt. Eingearbeitet werden derzeit weitere 2000 Urteile aus dem EUDequi-Archiv. Dadurch ist ein ständiges Wachstum sowie der aktuelle Rechtsprechungsstand der EUDequi-Pferderechtsdatenbank gewährleistet.

Vom Aufbau unterscheidet sich die Pferderechtsdatenbank der EUDequi von herkömmlichen Datenbanken, da sie nicht nur über eine Stichwortsuche zu bedienen ist, sondern sich auch zusätzlich als Baumdiagramm bzw. Datenbaum darstellt. Dies ermöglicht es, einen Sachverhalt schneller und exakter der passenden Rechtsprechung zuzuordnen.

Die Pferderechtsdatenbank steht nur Mitgliedern zur Verfügung.

Um einen ersten Überblick über die Inhalte des Baumdiagramms/Datenbaums zu bekommen, finden Sie nachfolgend als bessere Orientierung auch das Baumdiagramm nur mit Überschriften ohne Urteile hinterlegt. Es empfiehlt sich, vor der ersten Nutzung der Datenbank, die Datenbaumübersicht anzuschauen, um nachfolgend schneller in der Datenbank die passenden Urteile finden zu können.

Datenbank

Datenbaumübersicht als Orientierungshilfe

Zertifizierte/r Berater/-in für Pferderecht (EUDequi)

Auch in Zukunft wird die Nachfrage weiter nach spezialisierter Rechtsberatung steigen. Ratsuchende wollen in der schnelllebigen Zeit mit einem Blick erkennen, ob ein/e Rechtsanwalt/-ältin über das erwartete Spezialwissen verfügt. Im Nichtfachanwaltsbereich ist ein Zertifikat, welches ein Spezialwissen attestiert, hier sicherlich die erste Wahl.

Das EUDequi Zertifikat „Zertifizierte/r Berater/in für Pferderecht (Eudequi)“ wird an Rechtsanwälte und Unternehmensjuristen verliehen, die über besondere theoretische und praktische Kenntnisse im Pferderecht verfügen. Der von der EUDequi gesetzte Qualitätsstandard orientiert sich dabei auch interdisziplinär auf die Bereiche Pferdemedizin und gutachterliche Tätigkeit.

Ein jährlich zu erbringender und von der EUDequi anerkannter Fortbildungsnachweis dient der fachlichen Weiterbildung und dokumentiert einen aktuellen Wissenstand vorrangig in der Rechtsprechung, als auch in den interdisziplinären Bereichen Pferdemedizin und hippologisch gutachterliche Tätigkeit.

Das nach abgeschlossener Zertifizierung überlassene Zertifizierungslogo der EUDequi lässt Ratsuchende die Fachkompetenz sichtbar und schnell erkennen und stellt damit das wesentlichste Marketingwerkzeug zur Außendarstellung des Anwalts im Pferderecht dar.

Zum Jahresende 2020 wurden die ersten Zerifizierungen verliehen.

Zertifizierungsrichtlinien

Zertifizierungsantrag

 

Fortbildung

Die Fortbildung rund um das Thema Pferderecht ist ein wesentliches Aufgabengebiet der EUDequi. Als Ansprechpartner für die Fortbildung auf dem Gebiet des Pferderechts, sowie übergreifend der interdisziplinären Pferdemedizin und der hippologisch gutachterlichen Tätigkeit, bietet die EUDequi Präsenzseminare und Onlinefortbildungen für Rechtsanwälte, Unternehmensjuristen, Tierärzte und hippologische Gutachter an.

Auf Grund der CoronaKrise können die kommenden Fortbildungsangebote auf Weiteres nur online durchgeführt und anstelle von Präsenzvorträgen vorerst nur Fachskripte angeboten werden. Ergänzt wird hier jeweils das Fachskript durch die passende Rechtsprechung und einer abschließenden Multiple-Choise-Prüfung. Die jeweils gebuchten Fortbildungen werden nach Zahlungseingang auf unserer Fortbildungsplattform für den Teilnehmer freigeschaltet. Der Teilnehmer kann zeitunabhängig die Fortbildung für sich vornehmen und erhält nach Abschluß der Fortbildung seinen Fortbildungsnachweis.

Januar 2021 starten wir, neben den fünf Fortbildungsmodulen zur Erlangung der Zertifizierung, wieder mit neuen Fortbildungsangeboten. Der Schwerpunkt liegt dabei dann interdisziplinär im Bereich der Pferdemedizin. Wir erachten es für essentiell, dass ein fundiertes Grundwissen in der Pferdemedizin bei Rechtsanwälten, die im Pferderecht tätig sind, vorhanden sein sollte.

Fortbildungsangebote

Fortbildungsantrag

Mitgliedschaft

Eine assoziierte Mitgliedschaft steht insbesondere Rechtsanwälten, Unternehmensjuristen, Tierärzten und hippologischen Sachverständigen offen.

Laut Gründungsvertrag haben assoziierte Mitglieder kein Stimmrecht, werden nicht in das Handelsregister eingetragen und haften nicht im Innenverhältnis wie auch Außenverhältnis.

Die Kündigung der assoziierten Mitgliedschaft kann schriftlich gegenüber der EUDequi mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende erklärt werden.

Vorteile einer assoziierten Mitgliedschaft – was bietet der Beitritt? 

  1. Zugang zur EUDequi Rechtsdatenbank
  2. Erhalt aller Urteile, die neu in die Rechtsdatenbank aufgenommen werden.
  3. Newsletter zum Thema Pferderecht, Pferdemedizin und gutachterlicher Tätigkeit für die eigene Website.
  4. Erhalt von Rechtsbeiträgen zur Verwendung für die eigene Website.
  5. Verwendung des Logos „EUDequi Fachvereinigung für Pferderecht“
  6. 20% Nachlass auf die Fortbildungsseminare der EUDequi
  7. Partizipieren an der Öffentlichkeitsarbeit der EUDequi
  8. Erweiterte Präsentationsmöglichkeit der Kanzlei, der Tierarztpraxis oder des hippologischen Sachverständigenbüros auf den EUDequi-Unterseiten www.anwälte-pferderecht.de und www.suche-anwalt-pferderecht.de

Mitgliedschaftsantrag

Aktuelles / Wissenswertes

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren: Fristsetzung zur Beseitigung tierschutzrechtlicher Mängel

Das OVG Schleswig-Holstein urteilte zur Fristsetzung der Beseitigung tierschutzrechtlicher Mängel am 05.06.2019 , dass eine Fristsetzung zur Beseitigung tierschutzrechtlicher Mängel entbehrlich ist, wenn der Tierhalter tatsächlich nicht willens oder in der Lage ist, zeitnah für eine tierschutzgerechte Unterbringung bei sich oder bei Dritten zu sorgen. Zur Info: https://dejure.org/gesetze/TierSchG/16a.html
§ Bildquelle Pixabay §

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren zum Thema: Gekauftes Pferd stellt sich als unwillig und unberechenbar heraus.

Im vorliegenden Fall (OLG Oldenburg 2018) hatte eine Reiterin aus New York im Alter von 58 Jahren begonnen, Reitunterricht zu nehmen. Sie suchte ein umgängliches und leichtrittiges sowie lektionssicheres Lehrpferd, das für sie mit ihren geringen Erfahrungen geeignet sein sollte. Der Beklagte aus dem Landkreis Emsland stellte ihr das Pferd

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren: Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 27.09.2021

Nach Übergabe festgestellte Vernarbungen im Maulwinkel eines Pferdes berechtigen allein nicht zur Rückabwicklung des Kaufvertrags

 

Vernarbungen im Bereich der Maulwinkel sprechen für sich allein nicht für eine chronische Erkrankung. Der Befund kann vielmehr jederzeit aufgrund reiterlicher Einwirkung eintreten und lässt damit keinen Rückschluss auf eine Erkrankung bei Gefahrübergang zu. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) hat deshalb mit heute veröffentlichter Entscheidung einen Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufvertrages über ein Turnierpferd verneint.

Der Beklagte betreibt einen

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren: Warnhinweis „Teilnahme erfolgt für alle Reiter auf eigene Gefahr“ führt nicht zum Haftungsausschuss unter den Beteiligten einer Schleppjagd.

Das OLG Hamm urteilte am 11.12.1998 , dass durch den vor einer Schleppjagd vom Veranstalter erteilten Hinweis, die Teilnahme erfolge für alle Reiter „auf eigene Gefahr“, Ansprüche eines Reiters gegen einen Pferdehalter nach § 833 BGB nicht ausgeschlossen seien.
Schadensersatzansprüche wegen bei einem Reitunfall erlittener Körperverletzungen scheiden aus so das Gericht, wenn der Verletzte bei einer Schleppjagd wesentliche Kernregeln, die von jedem Reiter zur Vermeidung von Irritationen der Pferde und dadurch bedingten Verletzungsrisiken unbedingt eingehalten werden müssten, verletzt, und durch dieses reiterliche Fehlverhalten das Ausschlagen eines Pferdes verursacht bzw. provoziert wird.

(hier: Unterschreitung des Sicherheitsabstandes von einer Pferdelänge bzw. des Zwischenraums zu anderen Pferden beim Heranreiten an ein Hindernis).

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren: Eine unter Pferdesportlern übliche Hilfeleistung begründet nicht die Annahme einer „Wie-Beschäftigung“

Eine unter Pferdesportlern übliche Hilfeleistung begründet nicht die Annahme einer „Wie-Beschäftigung“, so das SG Kassel am 21.02.2017

 

Zum Sachverhalt:

Im vorliegenden Fall war der Kläger Halter eines Pferdes, welches seine Tochter am Unfalltag führte. Zur selben Zeit unternahm die Geschädigte während ihrer Freizeit gemeinsam mit einer Freundin einen privaten Reitausflug. Unterwegs trafen die beiden auf vorgenannte Tochter des Klägers, welche zugleich die Nichte der Begleiterin der Geschädigten ist, mit dem Pferd des Klägers. Dieses musste geführt werden, weil es wegen eines, was sich indes erst später herausstellte, in den Huf eingetretenen Nagels lahmte. Die Geschädigte, welche von Beruf Amtsveterinärin in Diensten eines Landkreises ist, stieg daraufhin

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren zum Thema: Tierschutzrechtliche Anordnungen für eine Pferdehaltung; Umfang des erforderlichen Auslaufs und des notwendigen Futters

Pferden ist täglich eine mindestens dreistündige Auslaufmöglichkeit im Freien anzubieten und Heu oder anderes rohfaserreiches Futter so vorzulegen, dass Pausen ohne solches vier Stunden nicht überschreiten, so das VG Regensburg

 

VG Regensburg am 22.01.2019 Az.: RN 4 K 17.306

 

Das Gericht führte dazu weiter aus,

dass,

welche Anforderungen an eine artgemäße Bewegungsmöglichkeit für Pferde zu stellen sind

Ihr Anwälte für Pferderecht informieren: Anforderungen des landwirtschaftlichen Pferdebetriebs im ertragsteuerlichen Sinne

Ein Betrieb der Land- und Forstwirtschaft im ertragsteuerlichen Sinne erfordert eine selbständige, nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, so der BFH am 08.05.2019 (Az: VI R 8-17)

Der BFH führte in seinem Urteil u.a. aus, dass

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren: Tierseuchenrechtliche Überwachungsmaßnahmen auch bei Schleppjagden

Im vorliegenden Fall wandte sich der Veranstalter von drei Schleppjagden gegen eine tierseuchenrechtliche Anordnung der zuständigen veterinärmedizinischen Aufsichtsbehörde.

Die Anordnung lautete wie folgt:

„1. Sie haben vollständige Turnier- bzw. Tierlisten anzulegen und zu führen. Diese Listen müssen folgende Informationen/Daten enthalten: a. Sämtliche zum Zwecke des Turniers verbrachten Pferde unabhängig von ihrem tatsächlichen Einsatz unter Angabe – des Namens des Pferdes – Lebensnummer bzw. Passnummer – Transponder-Nummer, falls dem Pferd ein Transponder implantiert wurde – des Haltungsbetriebes/der Haltungseinrichtung (Bezeichnung des Betriebes/Haltung und vollständige Adresse (Ort der Unterbringung des Pferdes) sowie Name des Betreibers b. den Veranstaltungsplan für sämtliche Veranstaltungstage.

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren zum Thema: Recht auf Weidegang im Rahmen eines Einstellvertrags

AG München, Pressemitteilung vom 16.07.2021 zum Beschluss Az.: 241 C 9143/21 vom 04.06.2021

 

Das Amtsgericht München wies durch Beschluss vom 04.06.2021 den Antrag einer Münchner Reitlehrerin zurück, im Eilverfahren die Betreiberin einer Münchner Pferdepension dazu zu verpflichten, ihren beiden Ponys wieder Zugang zur Weide zu eröffnen.

Die Antragstellerin hatte mit Pferdeeinstellungsvertrag vom September 2019 für ihre beiden Ponys einen Platz im Offenstall bei täglicher Fütterung und

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren zum Thema: Schmerzensgeld nach Reitunfall eines achtjährigen Mädchens

 

Oberlandesgericht entscheidet über Haftungsfrage

Viele Kinder lieben das Ponyreiten. So harmlos dieses Vergnügen auf den ersten Blick scheint, kann es doch auch immer zu Unfällen kommen. So auch in einem vom 2. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Oldenburg entschiedenen Fall.

Ein achtjähriges Mädchen aus Osnabrück hatte mit zwei anderen Kindern an einer Pony-Reitstunde in einer Reithalle

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren: Tierschutzrechtliche Anordnungen an den Umfang des erforderlichen Auslaufs.

Die Anordnung, Pferden täglich eine mindestens dreistündige Auslaufmöglichkeit im Freien anzubieten, ist rechtmäßig, wenn die bisherige Haltung die Bewegungsmöglichkeit der Tiere so einschränkt, dass sich Verhaltensstörungen gezeigt haben, oder aus dem Ausmaß der Bewegungseinschränkungen auf das Vorliegen von Leiden geschlossen werden kann, so das VG Regensburg am 22.01.2019

Im Urteil führte das Gericht weiter aus,

dass

welche Anforderungen an eine artgemäße Bewegungsmöglichkeit für Pferde zu stellen sind, weder

Ihre Anwälte für Pferderecht informiert zum Thema: Tierhalterhaftung beim Verleih eines Ponys

Ein Ponyhof-Betreiber muss nach dem Reitunfall eines fünfjährigen Mädchens 10.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Eine entsprechende Entscheidung traf das Oberlandesgericht Oldenburg am 26.11.2020, das eine Berufung des Ponyhofes ablehnte.

Eine Mutter hatte für ihre fünfjährige Tochter auf einem Ponyhof in der Nähe von Oldenburg für einen Ausritt ein

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren: Aktuelles BGH Urteil zum Thema: Verbrauchsgüterkauf bei einer öffentlich zugänglichen Versteigerung (hier Reitpferdeauktion)

BGH Urteil vom 07.04.2021

Im vorliegenden Fall ersteigerte am 4. Oktober 2015 die Klägerin, eine passionierte Amateur-Dressurreiterin, die in England ein Gestüt betreibt, auf dem sie unter anderem eigene Pferde hält und regelmäßig Turniere und Reitlehrgänge ausrichtet, durch einen fachkundigen Berater auf einer vom Beklagten, einem Pferdezuchtverband

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren: Ist der Anspruch eines Hufschmieds wegen eines Pferdetritts unter dem Gesichtspunkt eines konkludenten Haftungsausschlusses oder eines Handelns auf eigene Gefahr zu kürzen?

OLG Hamm        04.01.2021

 

Im vorliegenden Fall war ein Schmied in der Stallgasse beim Passieren des Pferdes – von hinten – getreten und verletzt worden. Er verklagte daraufhin den Halter des Pferdes auf Schadensersatz.

Das Gericht befand, dass der Anspruch auf Schadensersatz eines Hufschmieds wegen eines Pferdetritts

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren zum Thema: Haftung bei fehlerhafter Eingliederung eines Pferdes in eine bestehende Gruppe

Das Brandenburgische OLG hat am 16.02.21 entschieden, dass ein Pferdepensionsbetreiber für die Folgen einer fehlerhaften Eingliederung eines Pferdes in eine bestehende Gruppe zu haften hat.

 

Im vorliegenden Fall schlossen die Pferdepensionsbetreiberin und der Halter eines 1,5 jährigen Junghengstes einen Pferdeeinstellvertrag ab. Inhalt des Vertrags war

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren zur Frage: Ist ein Rücktritt vom Kaufvertrag möglich, wenn sich nach dem Erwerb des Pferdes Rittigkeitsprobleme zeigen?

BGH 27.05.2020 Az: VIII ZR 315/18

Der BGH urteilte am 27.05.2020 dass „Rittigkeitsprobleme“ durch von einem Reitpferd gezeigte Widersetzlichkeiten auch bei Vorliegen eines nicht mit Krankheitssymptomen verbundenen Kissing-Spines-Befundes -in Ermangelung einer anderslautenden Beschaffenheitsvereinbarung oder eines besonderen Vertragszwecks-kein Sachmangel darstellt.

Was war passiert:

Die Käuferin erwarb als Verbraucherin am 5. Oktober 2013 von der Verkäuferin, die Pferdeauktionen ausrichtet, auf der „79. Herbst-Elite-Auktion“ den

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren: Begründet eine physiologische Normabweichung einen Sachmangel ?

OLG Hamm

Urteil vom 28.01.2019  AZ. 2 U 98 -18           (hier zu flacher Hufwinkel)

Dazu, ob eine physiologische Normabweichung (hier zu flacher Hufwinkel), welche ein Tier im Zeitpunkt des Gefahrübergangs im Rahmen eines Kaufs aufweist, für sich genommen einen Sachmangel begründet, urteilte das OLG Hamm, dass auch dann noch nicht die Annahme eines Sachmangels vorliege, wenn damit das Risiko einer späteren Entwicklung klinischer Symptome verbunden sei. Von einem Sachmangel sei vielmehr erst dann auszugehen, wenn dieses Risiko deutlich über die für ein Lebewesen typischen Entwicklungsunsicherheiten hinausgeht, so das Gericht.

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren zum Thema: „Schadensersatzpflicht eines Tierarztes“

Der BGH hatte am 10.05.2016 (Az: VI ZR 247-15) zu entscheiden, ob eine Schadensersatzpflicht eines Tierarztes bei Unterlassens gebotener grundlegender Untersuchungen gegeben ist.

 

Im vorliegenden Fall hatte die Eigentümerin eines Hengstes ihren Hengst dem beklagten Tierarzt zur Behandlung vorgestellt, nachdem sie an der Innenseite des rechten hinteren Beines eine Verletzung

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren Thema: Verkehrssicherungspflichten eines Reitturnierveranstalters.

Der Bundesgerichtshof hatte zu den den Verkehrssicherungspflichten eines  Reitturnierveranstalters zu urteilen.   (Urteil vom 19.01.2021  Az:  VI ZR 194/189)

Was war passiert:

Ein Reitverein veranstaltete auf seinem Vereinsgelände ein Reitturnier, das ohne Zugangsbeschränkung und Eintrittsgeld von Zuschauern besucht werden konnte. Für das Abstellen von Pferdetransportern stellte er den Turnierteilnehmern verschiedene Wiesen zur Verfügung. Eine dieser Wiesen grenzte an einen Weg, der während der Turnierveranstaltung befahren und

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren zum Thema: Verwirklicht die physische Anwesenheit eines Hundes in einiger Entfernung zu einem Pferd (hier Kutsche) bereits die Tiergefahr? (Schreckreaktion von Pferden)

OLG München

Urteil vom 13.01.2021 (Az: 10 U 4894/20)

 

Zum Sachverhalt:

Der Kläger fuhr mit seiner Kutsche einen Feldweg. Ca. 50 m neben dem Feldweg auf einer Kuppe tauchte plötzlich ein Hund auf, welcher aber abrupt stehen blieb, als er die Pferdekutsche sah. Durch die Schreckreaktion der Pferde auf dieses „Ereignis“ stürzte der Kläger und verklagte den Hundehalter auf Schadensersatz.

Pferdebetriebe und Reitschulen in der SARS-CoV-2-Pandemie

Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen

Beschluss vom 13.01.2021 (Az: 13 B 1728/20.NE)

 

Im vorliegenden Fall stellte die Betreiberin eines Reitbetriebs einen Antrag auf die vorläufige Außervollzugsetzung von § 7 Abs. 1 und § 9 Abs. 1 der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom 7. Januar 2021 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO, GV. NRW. S. 2b).

https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/210107_coronaschvo_ab_11.01.2021.pdf

Ihre Anwälte für Pferderecht informieren zur Frage, ob eine Reitbeteiligung per se nicht zu einem Haftungsausschluss für den Halter des Pferdes führt.

Pressemitteilung Landgericht München vom 17.12.2020

Heute hat die 20. Zivilkammer des Landgerichts München I der Klage gegen eine Pferdebesitzerin wegen Schadenersatz aus Tierhalterhaftung dem Grunde nach stattgegeben (20 O 2974/19). Die Vereinbarung einer Reitbeteiligung führt per se nicht zu einem Haftungsausschluss für den Halter des Pferdes. Über die berechtigte Höhe des Anspruchs ist noch nicht entschieden.

Ihr Anwalt für Pferderecht informiert zum Thema: Wann ist eine genetische Veranlagung (hier PSSM Typ 1) ein Sachmangel ?

 Das OLG Düsseldorf entschied dazu am 22.05.2014, dass die bloße Möglichkeit, dass irgendwann in der Zukunft durch die genetisch bedingte PSSM-Erkrankung möglicherweise die Reiteigenschaft des Pferdes gemindert würde oder gänzlich verloren ginge, nicht genüge, um einen Mangel des Pferdes bei Gefahrübergang bejahen zu können. Der Verkäufer eines Tieres hafte nämlich nicht für den Fortbestand des bei Gefahrübergang gegebenen und zugesicherten Gesundheitszustandes.

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Ratsuchende finden hier, wie auch über die EUDequi-Unterseiten www.anwälte-pferderecht.de oder www.suche-anwalt-pferderecht.de , Rechtsanwälte mit dem Interessen- und/oder Tätigkeitsschwerpunkt Pferderecht, Pferdetierärzte und hippologische Sachverständige. Die Suche erfasst Deutschland und rudimentär die angrenzenden Länder.

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